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Berichte, Geschichten und Gedanken 

Vorfreude auf die Karibik

Autor Barbara

Zwischen 2 Mistrallagen haben wir einen herrlichen Tag in der Bucht von Stintino verbracht. Türkises Wasser, herrliches Wetter und ein laues Lüftchen liessen uns von der Karbik träumen. In etwa 8 Monaten wird es soweit sein. Wahnsinn.


Wir sind immer noch voll dabei, Lille Venn für die Weltreise fit zu kriegen. Vor 3 Tagen stieg der Wassermacher aus. Schluss-Fertig-Aus. Nix mehr. Wir sind ziemlich sicher, dass wir uns für das richtige Gerät entschieden haben. Allerdings, haben wir wohl ein Montagsmodell erwischt.

Bereits vor dem Einbau ereilte uns eine Rückrufaktion der ETD (Energie Transfer Divice). Lange Rede kurzer Sinn. Der Wassermacher hat uns nur wenige Tage sehr gutes Trinkwasser beschert und es stinkt uns gewaltig, jetzt wieder auf gruusiges Chlorhafenwasser umzusteigen. Gottseidank versuchen die Verkäufer uns tatkräftig bei der Lösung zu unterstützen. Gar nicht selbstverständlich im Böötli Business.

Gleichzeitig warten wir auf diverse Einbauteile für Ralphs Elektroinstallation, auf Zubehör für unseren Parasailor und natürlich auf diesen selbst. Alles fliegt oder fährt von Deutschland oder Frankreich nach Sardinien.Glücklicherweise warten unsere Bekannten Diana und Martin in ihrem Haus an der Costa Paradiso auf ihren neuen Katamaran. Wir dürfen ihre Adresse benutzen und sie liefern unsere Pakete frei Schiff. Überdies ist unsere Freundin Lotti mit dem Auto unterwegs zu uns und dieses hat gelinde gesagt kaum noch Platz für ihr Gepäck. Ja, Engel braucht es bei so einm Projekt.

Nach Lotti's Ankunft ist Ralph mit Arbeit eingedeckt. Gestern habe ich die Küche für die Langfahrt optimiert. Einige sehr sinnlose Sachen wandern, ebenso in Lottis Auto, zurück nach Möhlin. Dazu gehört zum Beispiel das Vakuumgerät. Wenn ich nur daran denke ein Fitzelchen von diesem Plastik könnte ins Meer gelangen, wird mir schon schlecht. Auch das Reisebügeleisen, welches ausser Reisen noch nichts zum Bordalltag beigetragen hat, macht einen Abflug. Mit der Zeit verabschiedet man sich vom einen oder anderen Gegenstand, den man zuhause noch für unentbehrlich hielt.

Langeweile kommt also keine auf, auf Lille Venn. Aber etwas Ungeduld, denn wir haben sooo Lust in der Bucht auf unseren neuen Sitzsäcken zu chillen. Aber eben, der Mistral.........Na ja. Warten in Castelsardo ist auch nicht das Schlechteste.





Sardischer Frühling

Autorin Barbara

Inzwischen liegen wir in einer herrlichen Bucht bei Alghero vor Anker. Eine äusserst abwechslungsreiche Zeit liegt hinter uns und wir geniessen nun einige Tage der Zweisamkeit und Musse. Mitte April in Cagliari angekommen, haben wir Lille Venn für den Sommer verproviantiert. Das ist immer chaotisch und es ist unvorstellbar, dass all die Lebensmittel Ende Juli aufgegessen sein werden.

Verproviantierung


Ausserdem musste unser Schiffli auf Hochglanz poliert werden, denn wir erwarteten Besuch. Uschi und Paul, die mit ihrem Wohmo auf Sardinien weilen, statteten uns in der Marina Sant Elmo einen Besuch ab und schon wenige Tage später, konnten wir unsere Freundin Cristina aus Altorf am Flughafen abholen. Zusammen mit ihr segelten wir bei schönen Bedingungen, ambitionierte 100 Seemeilen in 3 Tagen. 

Cristina


Die 2 Schönschte


Morgen müssen wir mal wieder in die Marina flüchten. Der Mistral bringt einmal mehr stürmische Tage, mit mehr als 30 Knoten Wind. Alghero eignet sich allerdings gut für ein paar Hafentage, denn bereits bei unserem letzten Törn auf Sardinien, hat es uns hier gut gefallen. Ha und dann gibt es ja noch unsere Liste.

Ralph kümmert sich um einen Geräteträger für die Spielsachen, einen Wasseranschluss um das Hafenwasser vom Bordwasser zu trennen, er wird den Wassermacher an die Lithiumbatterie anschliessen, diverse Handläufe montieren und vieles mehr. Ich werde derweilen unser Homepage Update vorantreiben, die medizinische Versorgung für die Atlantiküberquerung vorbereiten, kochen, putzen, backen und vielleicht, aber nur vielleicht, wieder einmal ein Buch lesen.

Bis wir am 21. Mai unsere Freundin Lotti mit Hündin Gini erwarten, werden wir Richtung Norden gondeln und dieses Jahr, hoffentlich ohne Schlange zu stehen, im Maddalena Archipel segeln. Ich hoffe, euch also schon bald mit traumhaften Bildern aus diesem Naturschutzgebiet  zu erfreuen und wer weiss, vielleicht erleben wir ja mal wieder etwas ganz Neues.

Alles kann ich ja an dieser Stelle nicht erzählen. Auf jeden Fall nicht, dass wir mit dem Dinghi stehen blieben, weil wir kein Benzin mehr hatten. So etwas würde meinem Schatz nie passieren:-)

Freddy

Autorin Barbara

Nachdem die ersten freundlichen Reklamationen bei mir eingetroffen sind, weil soooo lange kein neuer Blogeintrag erschienen ist, möchte ich euch kurz informieren.

Der Grund, weshalb ich einfach gar keine Minute Zeit gefunden habe, einen neuen Eintrag zu verfassen, heisst Freddy. Unser neues Crewmitglied. Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass es Zeit braucht, bis Freddy in alle Belange unseres Bordalltages eingearbeitet ist und sich eingelebt hat. ER benötigt meine volle Aufmerksamkeit.

Ausserdem geniessen wir herrlichstes segeln mit unserem Gast Cristina aus Altdorf, an der Westküste Sardiniens. Aber dazu mehr, in wenigen Tagen. Hier schon mal ein Bild von Freddy. Noch ist er am staunen: "was es alles zu erleben gibt auf Lille Venn...."