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Berichte, Geschichten und Gedanken 

Golden Oldies. Auf See und über Land

Am Sonntag Morgen in aller Herrgottsfrühe haben wir meine Eltern Lillan und Ernst auf die Fähre gebracht, mit welcher sie nach Toulon zu ihren Freunden nach Croix Valmer schipperten. Die Beiden voller Vorfreude auf eine weitere Zeit mit lieben Freunden, wir mit etwas Abschiedswehmut.


Nur kurz hing ein wenig Traurigkeit in der frischen Morgenluft, denn schon bald überwogen Dankbarkeit und Glücksgefühle über die herrlichen Tage mit MuP (Mami und Papi). Sagenhaft, wie die beiden die 10 Tage segeln locker geniessen konnten. Nichts von meinen sorgenvollen Vorahnungen wurde wahr. Alle möglichen Gedanken beschäftigten mich im Vorfeld. Was, wenn einer der Beiden schwer seekrank wird? Wie geht das mit dem Umsteigen ins Dinghi? Was macht Papi ohne Abendspaziergang? Können beide schlafen mit Schwell in der Bucht? Und noch vieles mehr, was ich euch ersparen möchte. Mein Fazit. Sorgen auf Vorrat sind so was von überflüssig. Doof, denn eigentlich wusste ich das ja schon vorher......


Die Bedingungen bei unseren Schlägen zwischen den Buchten waren alles andere als total easy. Das übliche halt. Viel Wind aus der falschen Richtung und zünftige Wellen. Aber wie gesagt, niemand hatte damit grössere Schwierigkeiten und die Tage in den schönsten Buchten Mallorcas waren ruhig und idyllisch.


Während Mami das Chillen an Bord geniessen konnte, waren Papi und Ralph auf Achse, wann immer es möglich war. So brachten sie zu Beginn der Reise unseren 3 (!) Dinghimotor vom Hafen in Palma in die Bucht zu Lille Venn. Leider wollte der Buschauffeur keinen Motor transportieren und so musste ein Taxi organisiert werden. Das war nicht einfach, weil gerade ein Einkaufszentrum (Papis Ausdruck für Kreuzfahrtschiffe mit über 4000 Gästen) in Palma anlandete und die Stadt überschwemmte.


Die beiden Männer unternahmen Strandspaziergänge und erklommen die Burg auf Cabrera. Wir Frauen liessen sie nur allzugerne ziehen und genossen verordnetes Nichtstun. Geht ja dann nicht anders......Zusammen fuhren wir zur blauen Bucht vor Cabrera und waren fasziniert von diesem Naturphänomen.


So vergingen die Segeltage wie im Fluge und anschliessen luden uns MuP zu einer 3 tägigen Landreise ein. Wir nächtigten edel und speisten königlich, genossen Swimmingpool und die Fahrt durch das vielseiteige und wunderschöne Mallorca. Das mit dem Cabriolet war allerdings nicht die beste Idee unseres Lebens. Es war viel zu heiss und wir mussten mit geschlossenem Dach fahren. Ja ...man lernt halt nie aus.



Jetzt bleiben uns viele herrliche Erinnerungen an eine Zeit voller Gemütlichkeit, Verbindung, Freundschaft , Wertschätzung, Grosszügigkeit und Liebe. Wir sind sehr dankbar, für dieses Geschenk.