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Blogreader
von Barbara Bader
(Kommentare: 1)

 

Blick zurück. 1. Tag auf dem Weg nach Aruba

Nach unglaublichen 96 Tagen sind wir endlich wieder unterwegs. Es ist ein erhebendes Glücksgefühl. Als jedoch Martinique am Horizont langsam verschwindet, kommt doch noch etwas Wehmut auf. Vor allem der Abschied von lieb gewonnenen Menschen fällt uns schwer. Franz von der "Aton" hat und ein Brot als Wegzehrung gebacken. Es schmeckt köstlich und so schwelgen wir noch etwas in Erinnerungen.

Bald stellt sich der Bordalltag ein. Wir segeln bei ausgezeichneten Bedingungen unter voller Besegelung Richtung Aruba. Wieder auf Langfahrt zu sein, davon haben wir die letzten Monate einige Male geträumt. Auch wenn es dieses Mal nur knapp 560 Meilen sind ( ca. 1000 km) fühlt es sich nach grosser Reise an. Als es dunkel wird, ich meinen ersten Teil der Wache übernehme und durch die vom Mond beleuchtete Nacht segle, ist es wieder da, dieses Gefühl. Schwer zu beschreiben. Es ist eine Art Zugehörigkeit zum Grossen Ganzen.

Wir fliegen mit dem Parasailor. Tag 2 auf dem Weg nach Aruba

Im zweiten Teil meiner Wache segle ich in den neuen Tag. Wir sind zügig unterwegs und haben immer noch traumhafte Bedingungen. Wir lesen und faulenzen und Ralph lässt die Angel raus. Leider ist der Fang bescheiden. Nur Sargassum Gras hängt am Köder. Ich bin nicht allzu traurig. Ralph fängt nämlich gerne grosse Fische und ich mache mir Sorgen, wie wir den dann noch verspeist kriegen, wo es ja schon bald für einige Wochen in die Schweiz geht.

Gegen Abend dreht der Wind immer mehr auf achterlich und nach einigem Abwägen entscheiden wir uns, Grossegel und Genua zu bergen und unser Vorwindsegel zu setzen. Inzwischen sind wir ein gutes Team und kurz bevor es dunkel wird, fliegt unser Parasailor und zieht uns ruhig und sanft dem Ziel entgegen.

Segeln für Warmduscher. Tag 3 auf dem Weg nach Aruba

Ralph schimpft, dass das was wir hier machen mit segeln nichts zu tun habe. Das sei eher so etwas wie eintöniges Geradeausfahren. Tatsächlich rauschen wir mit praktisch null Welle durch den Ozean. Kein Witz; wir haben nur 10 Knoten Wind und fahren trotzdem eine Geschwindigkeit von bis zu 8 Knoten. Es ist die Strömung die uns schiebt. Unglaublich cool. Finde ich! Ralph schnappt sich, nachdem es rein gar nichts am Segel zu trimmen gibt, den Computer und bearbeitet Fotos für unsere Galerie. Wie Praktisch. Nur ganz kurz steift mich der Gedanke, dass wir uns entschieden haben noch eine Saison in der Karibik zu anzuhängen. Das heisst; alles in die andere Richtung. Gegen Wind und Strom. Aber das ist ja noch lange nicht so weit und ich vergesse es auch gleich wieder. So geht ein weiterer, wunderschöner Segeltag zu Ende und wir geniessen den Sonnenuntergang auf dem Dach.

Kein "Petri heil" auf der Lille Venn. Tag 4 auf dem Weg nach Aruba

Heute verlassen uns zwischenzeitlich Wind und Strömung und es gibt wieder einiges zu beobachten. Den ganzen Nachmittag dümpeln wir bei 5 bis 7 Knoten dahin und müssen stetig aufmerksam sein, dass der Prasailor nicht zusammenfällt. Ein bisschen anluven, dann wieder abfallen, trimmen da und optimieren dort. Den Skipper freut's und ich schiele derweilen auf den Routenplan, denn ich wüsche mir, dass auch die Lille Venn's einmal bei Tag an einem Ort anlanden. Wenn am Abend wie versprochen der Wind wieder auffrischt, könnte es klappen. Leider muss Ralph auch heute die Angel wieder leer einholen. Besonders gemein, denn rundherum stürzen sich Tölpel ins Wasser und tauchen mit reicher Beute in den Schnäbeln wieder auf. Das Leben ist manchmal ungerecht....

Sekt Empfang. Tag 5 auf dem Weg nach Aruba

Nach genau 96 Stunden bergen wir vor dem Hafen von Barcadera bei 25 Knoten Wind den Parasailor. Ein Manöver, welches nicht ganz ohne ist, denn das grosse Segel birgt viele Kräfte. Es gelingt und wir sind happy, war es doch das erste Mal, dass wir diese Aktion bei Starkwind zu zweit bewältigen müssen.

Etwas tricky ist dann die Einfahrt zum Immigrationssteg. Ein freundlicher Fischkutter Captain, der gerade in den Hafen einfährt erkennt unsere Not und weist uns den Weg. Freundlich und zuvorkommend geht es weiter. Kurzer Besuch beim Arzt, Fieber gemessen und ein paar Fragen beantwortet und weiter gehts zur Immigration. Alles locker. Im Zollbüro füllen wir die üblichen Papiere aus und zwei Beamte begleiten uns an Bord. Die Dame bleibt draussen und schäkert mit Ralph, während der Mann mit mir das Schiff kontrolliert.

Das war eine Aktion sag ich euch. Sooo lustig. Für unseren Alkohol interessierte er sich nicht die Bohne. Dafür öffnete er sonst alle Schränke. Fand meine gepunktete Badehose nice und staunte über einen EC Dollarschein aus Grenada. Unsere Lille Venn gefiel ihm sichtlich. dass man aber auf dem Schiff lebt, anstatt in einem richtigen Haus, konnte er nicht verstehen. Kurzum alles lief perfekt und draussen wartete schon der Marina Manager mit dem Dinghi und brachte uns zu unserem Ankerplatz. Dort angekommen überreicht er uns eine Flasche Sekt und heisst uns auf Aruba willkommen. Das ist uns auch noch nicht passiert. Sekt Empfang am Ankerplatz. Da ist es dann auch nur noch halb so schlimm, dass wir nun bis zum 22. Juni in Quarantäne bleiben müssen.

Neben uns steht der Schweizer Katamaran Vairea mit Martina und Daniel. In den letzten Monaten sind wir durch unseren regelmässigen Kontakt und Austausch so etwas wie WhatsApp Freunde geworden. Schon so lange freuen wir uns auf ein Treffen. Jetzt können wir uns endlich sehen! Leider trennen uns 100 Meter und 8 Tage Quarantäne. Aber auch das werden wir noch durchhalten. Und dann ist aber Schluss mit üben. Dann feiern wir den Abschluss dieser 737 Lektionen  "wie finde ich zu noch mehr Geduld und Gelassenheit". Und diese Party wird länger dauern. Das ist so sicher, wie das Amen in der Kirche.

 

 

 

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Kommentar von Martina und Daniel |

Uns kippte beinahe der Kiefer auf den Tisch beim Lesen. Gemeinsam hatten wir nur etwas: das fehlende Anglerglück????Alles andere war für uns Biegen und Brechen. Aber zum Glück ist der Mensch vergesslich. Jetzt sind wir endlich "beisammen", hocken diese restlichen Tage in gewohnter Manier auf der linken Pobacke ab, bevor wir in die epischen Feierlichkeiten starten. Darauf freuen wir uns aber sowas von!!

Antwort von Barbara Bader

Ja so schade. Dafür, dass wir sonst so viel Gemeinsames entdecken, hätten wir euch gerne ebenso einen schönen Schlag gewünscht. Fragt uns dann wieder auf dem Rückweg....Bis bald liebe Nachbarn

Bitte rechnen Sie 1 plus 1.
2020 Lille Venn.
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