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von Barbara Bader
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Nachts ist auf Lille Venn der Bär los

Am Freitag zogen wir gemütlich los auf eine weitere, etwas längere Etappe mit Nachtfahrt Richtung Faro. Dieses Mal ist kein Tiefdruckgebiet in Sicht. Wir rechnen mit einigen Motorstunden, aber auch mit gutem Wind von achtern, mittlerem Wellengang und einem eher gemütlichen Schlag in Richtung Spanien.

Vorerst trifft unsere Vorhersage zu und wir sind sehr locker unterwegs. Essen Penne all' arrabiata, studieren unsere weitere Routenplanung für den Winter und Frühling und freuen uns darüber, dass es eben auch unspektakulär gehen kann. Wir sind zuversichtlich, denn das Meiste haben wir ja schon erlebt. Denken wir.

Inzwischen hat der Wind deutlich aufgefrischt auf 20 Knoten, für uns ideale Bedingungen, wir segeln mit der Genua und die etwas hohen Wellen beeindrucken uns inzwischen nicht mehr wirklich.

Morgens um 03.00 erreichen wir das Cabo de Sao Vincente und auf einmal fährt unser Schiff nur noch in eine Richtung, nämlich Richtung Land. Der Autopilot schlägt Alarm, er kann die Richtung nicht mehr halten. Zügig steht Ralph am Steuerstand und versucht das Schiff zu wenden, weg vom Land. Geht nicht. Für kurze Zeit ist die Situation sehr ungemütlich. Mit der Kraft beider Motoren lässt sich Lille Venn schliesslich doch zu einer Kehrtwende überreden, aber die Freude währt nur kurz. Ein Ruck, eine Dreuhung um 180 Grad und wieder geht es Richtung Land. Allerdings können wir das Schiff dann auf dem Punkt halten. 

Wir sind in eine Reuse geraten, ein Fischernetz eine Leine, so der erste Gedanke. Wir hängen fest. Gut. Was tun? Warten bis es hell wird und das Schiff am Platz halten mit beiden Motoren, dies unser Plan. Wir sitzen beide am Steuerstand, ziemlich fassungslos, dass schon wieder etwas schiefgeht, bekommen aber nah dis nah einen klaren Kopf. Zumindest der Skipper....

Plötzlich steht er auf und sagt. "Da stimmt etwas nicht, der Wind kommt ja vom Land und wir driften vom Land weg wir hängen nicht fest. Ich muss im Motorraum nachschauen". Schon wieder denke ich, kopfüber im Motorraum, bei 20 Knoten Wind und 3 Meter hohen Wellen. Nein, ich erzähle hier nicht, was ich sonst noch alles dachte.

Dann ein Ausruf aus dem Motorraum: "Schatz das glaubsch nit. Das muesch cho luege. " 

Das Ruder ist auseinandergefallen, eine Schraube hat sich gelöst. Die Werft hat vergessen sie abzusichern. Wir sind manövrierunfähig. Kein schönes Gefühl kann ich an dieser Stelle sagen. Aber Ralph bleibt wie immer ziemlich cool. Aber nicht ganz so cool wie sonst. Er holt seinen Werkzeugkoffer. Er sägt  und werkt, wohlgemerkt bei 20 Knoten Wind und dementsprechenden Wellen mitten in der Nacht, während ich am Steuer über unseren Standort wache. Nach 2 Stunden ist die Steuerung geflickt. Das Ruder wieder angeschraubt. Wir können wieder manövrieren. Und fahren weiter. 

Kaum uns Kap herum flachen Wind und Wellen ab, aber wir haben so oder so keine Lust mehr zu segeln. Unter Motor fahren wir weiter, wo wir um 14.00 Uhr unser Ziel erreichen. Die wunderschöne Bucht von Olhao entschädigt uns, für die erneute anspruchsvolle Nachtfahrt. 

Das Gute daran. Wir haben eine weitere Erfahrung in der Tasche, ohne Schaden zu nehmen. Dennoch müssen wir sagen, dass wir fassungslos sind, dass so etwas passiert und noch schlimmer ist, dass wir inzwischen wissen, dass wir nicht die Einzigen sind, die das erlebt haben mit einer neuen Hélia. Die haben echt ne Schraube locker bei Fountain Pajot. Wir werden das nicht so stehen lassen können. So etwas darf nicht passieren. Wäre das im Sturm geschehen. Nein, daran denken wir lieber nicht. 

Unser Fazit. Das wars jetzt. Wir haben fast alle "worst case Szenarien" abgearbeitet. 

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2020 Lille Venn.
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