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Vom Gänsemarsch in den Süden…
von Barbara Bader
(Kommentare: 4)

 

Ein ganz klein bisschen melancholisch war die Stimmung dann doch auf der Lille Venn, nachdem die golden Oldies abgereist sind. Aber nur ganz kurz, denn die nächste ganz besondere Freude wartete schon abfahrtsbereit in Jolly Harbour. Wir treffen Dawn und Tom von der Kairos. Dieses Wiedersehen ist kein Zufall. Wir haben uns, seit sich unsere Wege in Bonaire getrennt haben gewünscht, eine längere Strecke zusammen zu segeln und miteinander Zeit zu verbringen. Es ist gar nicht so einfach sich segelnderweise zu treffen, müssen doch viele Faktoren zusammenpassen, damit das klappt. Riesengroß ist deshalb die Wiedersehensfreude und muss gefeiert werden. Lange Musse für Party haben wir allerdings nicht. In vier Wochen müssen wir unter den 13. Breitengrad segeln, raus aus dem sogenannten Hurrikan Gürtel, Vorgabe der Versicherung.

Dawn und Tom von der Kairos sind zu guten Freunden geworden

Wir schnappen also das erste günstige Wetterfenster und segeln auf der Luvseite (dem Wind zugewandten Seite) zügig in den Süden von Guadeloupe nach St. Francois. Wir mieten ein Auto, denn wir wollen unseren Freunden etwas von Guadeloupe zeigen, da wir ja schon einmal hier waren. Wir wandern zur Mittelplattform vom Vulkan Souffriere. Es ist kalt und schaurig gruusiges Wetter und es stinkt nach Schwefel. Wir finden es trotzdem wieder herrlich durch den Regenwald zu wandern und zum mächtigen, aktiven Vulkan hoch zu schauen. Am nächsten Tag besuchen wir das ACTe. Das Karibische Zentrum zum Ausdruck und zur Erinnerung an den Sklavenhandel und an die Sklaverei. Erschüttert und traurig verlassen wir das Zentrum nach 2 Stunden bewegender Weiterbildung. Mehr dazu dann in den Highlights der Saison 2022 beim nächsten Mal. 

Nach einigen Tagen stimmen Wind und Welle und wir brechen auf zur nächsten Mission. Diese heisst: Wolfgang auflesen in Martinique. Unser Begleiter, der mit seiner Segelyacht “Hubbert” mit uns die ungewöhnliche Reise von Bonaire nach Guadeloupe gesegelt ist, muss auch weiter in den Süden ziehen und ausserdem wünscht sich Ralph ein Wingfoil und Kite Kamerad. Auch Dawn und Tom freuen sich den Freund aus Bonairetagen wiederzusehen. Demnach liegt es auf der Hand, dass wir von Martinique bis Grenada im Verbund weiter segeln und schon bald machen wir uns auf nach St. Vincent and the Grenadines.

Mit drei unterschiedlichen Schiffen eine längere Zeit gemeinsam zu reisen, Strecken zu planen und sich abzustimmen, wo man wie lange bleiben möchte, muss nicht unbedingt harmonisch verlaufen. Uns gelingt es allerdings ganz wunderbar. Die Lille Venn ist ihrer Grösse wegen, unser Aufenthaltsraum, die meisten Abende verbringen wir bei uns. Dawn und ich sorgen für das leibliche Wohl, wir spielen “the Game”, reden beim einen oder anderen Glas Rotwein über Gott und die Welt und genießen das Zusammensein. Wir sind eine ganz fidele Truppe. Das sieht man doch nicht wahr?

Einige Tage verbringen wir in Bequia. Unbedingt wollten wir hier noch einmal Zeit verbringen und uns erinnern an den Beginn unserer Reise durch die Karibik. Ganz gemütlich wollten wir alle Inseln erkunden. Hoch und wieder runter tingeln. Nicht in den verrücktesten Träumen haben wir uns vorgestellt, dass wir schon wenige Wochen später in Martinique in den Lockdown fahren. Wäre es nach Plan gelaufen, sässen wir heute wohl eher in den Marquesas oder gar schon in Neuseeland. Wir haben es sehr genossen in diesem Jahr nun einige karibische Länder kennenzulernen und haben uns nach längerem hin und her entschieden noch eine weitere Saison in der Karibik zu segeln. Zu gerne möchten wir noch Länder wie Kuba, Belize oder Kolumbien kennenlernen. Oder Jamaika und Mexiko? Guatemala? Und mir ist es besonders wohl noch ein Jahr fleissig zu arbeiten und vielleicht zweimal in die Schweiz zu fliegen. Es gibt einige sehr gute Gründe dafür. Zum Beispiel der achtzigste Geburtstag meiner Eltern im April 2023.

Mit unserer munteren Truppe geht es nun weiter nach Union Island. Dort wird Ralph mit viel Freude seinen Kite auspacken können. Wieder musste er lange darauf warten. Endlich stimmt auf diesem Schlag der Wind, so dass wir zum ersten mal unser nigelnagelneues Gennacker setzen können. Ein riesiges Segel, dass uns bei leichten Winden auf einem Kurs zwischen 60 und 160 Grad zügig voranbringen soll. Das Handling ist einfach und nach kurzer Zeit rauschen wir trotz lauem Wind mit 7 Konten durch die See. Herrlich!

Leider muss ich an dieser Stelle berichten, dass diese Freude von sehr kurzer Dauer war. Nach nur 10 Minuten machte es so etwas wie BUMM. Das oberste Drittel des Segels hängt im Himmel der Rest im Wasser. Ralph schaut mich perplex an und sagt lapidar. Es ist gerissen. Wir sind sprachlos. Mit vereinten Kräften bergen wir das Segel aus dem Wasser und machen es an der Reeling fest. Selbstkritisch analysieren wir den ganzen Vorgang. Haben wir etwas falsch gemacht? Wir kommen zu keinem Ergebnis, können nicht erklären, was der Grund für diesen Vorfall sein könnte. Inzwischen untersucht der Hersteller eine Materialprobe, denn das Segel riss in einer schnurgeraden Linie, als wäre es voneinander gefallen. 

Kein schöner Anblick

Etwas später nähern wir uns Clifton auf Union Island und sehen schon von weitem die Kites im Himmel fliegen. Es war ja nur ein Segel, Ein Materialschaden, wir werden es verkraften. Ich sehe schon Ralphs Augen glänzen, als er kurze Zeit später seinen Kite bereitmacht. Ich sitze auf dem Dach der Lille Venn und habe quasi die Polposition auf das Geschehen am Riff. Ralph’s Fortschritte sind nicht zu verachten. Manchmal stockt mir allerdings noch der Atem wenn er seine Sprünge trainiert und für mein Dafürhalten ziemlich hoch gen Himmel springt.  Aber so ganz unter uns gesagt. Ich finde es sieht schon recht cool aus. Mir kommt dieser Spruch in den Sinn: Hör nicht auf, wenn es weh tut, hör auf wenn du fertig bist. Und das kann ich schon mal voraussagen. Fertig ist Ralph noch lange nicht.

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Kommentar von Doris Horvath |

Danke für die spannende Unterhaltung. Im Moment geniesse ich die Hängematte im Garten und bin fast nicht neidisch ;-)
Ganz liebe Grüsse Doris und Tibi????

Kommentar von Doris Horvath |

Danke für die spannende Unterhaltung. Im Moment geniesse ich die Hängematte im Garten und bin fast nicht neidisch ;-)
Ganz liebe Grüsse Doris und Tibi!

Kommentar von Regula |

Mir freue eus, dass euch so guet goht! Mir si in Sardinie mit dr Nosy Be unterwägs und grad dur d Fornelli-Passage in Nordweste gfahre. Jetzt suse mer d Westküste derab zur Sinis-Halbinsle!
Liebi Grüess vo dr Nosy Be Crew!

Kommentar von Mücke Kraft |

Dieses Kapitel habe ich gar nicht gesehen:(
Materialfehler - zu dumm !!!’
Habt es weiter so schön,
Un abrazo fuerte,
Mücke

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