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Von Freundschaft, wohlklingenden Motorgeräuschen…
  • Von Freundschaft, wohlklingenden Motorgeräuschen…
von Barbara Bader
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Vier Tage lang müssen unsere Gäste mit uns am unruhigen Ankerplatz in Falmouth durchhalten. Der Wind bläst mit weit über 20 Knoten und es bleibt sehr ungemütlich. Der Einbau der mitgebrachten Handpumpe steht an und MUSS das Motoren Problem lösen. Ralph verbrachte inzwischen Stunden damit die Ursache zu finden. Unser Segler Freund Franz von der Aton, seines Zeichens KfZ Meister, unterstützte uns via WhatsApp Call tatkräftig, Ja, brachte uns überhaupt darauf, dass es die Handpumpe sein muss. Alle anderen Systeme hat Ralph geprüft, überbrückt, ausgewechselt. Nach einer Stunde Schlangenmensch Übung im Motorraum ist es endlich so weit. Ich gehe in den Steuerstand und starte den Motor. Er läuft! 20 Sekunden, dann stottert er und stellt wieder ab. Die Stimmung auf der Lille Venn ist für kurze Zeit auf dem Null Punkt. Freunde an Bord, denen wir etwas bieten möchten, 25 Knoten Wind am Anker, 2.5. Meter Welle auf See und nicht vollständig manövrierfähig. Suboptimal, nett ausgedrückt.

Eine von Ralphs Stärken ist es, cool und lösungsorientiert zu bleiben. Ich halte mich mit Emotionen zurück. Ja ja, das kann ich inzwischen; ab und zu. Ich weiss, er wird wie immer eine Lösung finden. Long story short. Wir hatten zum selben Zeitpunkt zwei voneinander unabhängige Probleme. Zufälle gibt es! Das zweite, neben der Pumpe, war tankseitig und kann vorderhand mit einem Provisorium gelöst werden. Nämlich mit einer direkten Verbindung vom einem Diesel Kanister zum Motor. Wir sind wieder manövrierfähig. Ulla und Hans-Jörg erzählen wir, dass das auf der Lille Venn immer so ist: Wir steigern uns langsam, aber stetig. Im stillen sind wir einfach nur froh, dass die beiden drei Wochen Zeit mitbringen.

Hans-Jörg bringt uns eine neue Schweizer Flagge

Am Tag fünf ist es dann endlich soweit. Der Wind nimmt etwas ab und wir gehen Anker auf. Die kurze Strecke in die Carlysle Bay klappt problemlos. Der Wurm hat sich verzogen und es beginnen fantastische Tage zu viert, unterwegs rund Antigua. Liebe und vertraute Freunde an Bord zu haben, die einfach so alles mitmachen, die über jede Schildkröte die ihren Kopf rausstreckt jubeln, bereit sind etwas neues auszuprobieren, das ist ein grosses Geschenk für uns. Während Ulla schon nach kurzer Zeit gefallen findet am Wassersport und beim Stand Up paddeln zur Höchstform aufläuft, braucht Hans-Jörg einen Moment länger. Im Alltag eher der Denker, Philosoph und Intellektuelle, ist die Umgebung auf der Lille Venn sicher ungewohnt. Als er uns nach 2 Wochen sagt, dass man sich an dieses Leben gewöhnen könnte, und wir ein paar Tage später vernehmen dass er dies, oder das dann beim nächsten Mal erleben möchte, geht uns das Herz auf.

Wir segeln nach Jolly Harbour, verproviantieren uns neu, gehen ganz toll Indisch essen und ziehen dann weiter via St. John’s gegen Norden. Schliesslich wollen wir auf die Ostseite, denn dort vermuten wir, trotz des immer noch starken Windes, klares Wasser zum schnorcheln und baden vorzufinden. Und so ist es dann auch. Und wir können unser Versprechen halten. Bereits Long Island verwöhnt uns mit dem Blick auf den schneeweissen Strand und auf das abgefahrene Oetker Resort „Jumby Bay“. Das günstigste Zimmer kostet läppische 3000 Euro! Pro Nacht wohlgemerkt. Ich gestehe, dass ich ab und zu ganz gerne etwas Luxus geniesse. Aber das? Ich kann mir gar nicht vorstellen, was geboten werden könnte, damit sich so ein Preis rechtfertigt. Egal, es wird nie im Leben meine Sorge sein.

Anstatt in teuren Etablissements zu dinieren, geniessen wir den Frieden auf der Lille Venn. Obwohl, das mit dem Frieden so eine Sache ist. Wir spielen nämlich abends oft das Schweizer Brettspiel „Brändi Dog“. Wer an diesem Spiel teilnimmt, committet sich für dessen Dauer dunkle Seiten zuzulassen und Gemeinheiten nicht persönlich zu nehmen. Ebenso ist jegliche Empathie völlig hinderlich, wie auch Schonung des Gegners zum baldigen Absturz führt. Eines Abends also schwört mir Hansjörg fürchterliche Rache. Leider kann er seine sanfte Art nicht ganz verbergen und ich glaube ihm keine Sekunde und warte bis heute auf die Vergeltung.

Unsere letzte Destination ist Green Island. Wie wir dahin kamen war gelinde gesagt unschön. Wind und Welle gegen uns und dazu schüttete es in Strömen. Wir wurden aber sehr entschädigt, denn der idyllische Flecken Erde hat es uns allen sehr angetan. Als Highlight schnorcheln wir mit Mantas und Adlerrochen. So ein Genuss.

Ja leider hat alles ein Ende und nach 3 genussreichen Tagen geht es zurück nach English Harbour. Bei einem herrlichen Abendessen im kolonialen „Admirals Inn“, zu dem uns Ulla und Hans-Jörg einladen, krönen wir unsere gemeinsame Zeit. Danke ihr Lieben, dass ihr bei uns wart, euch eingelassen habt auf dieses Abenteuer und so interessiert wart an unserem Leben. Danke für viele schöne Gespräche, Nähe und Vertrauen. Und wir sind uns bewusst. Es gäbe da noch das eine oder andere an Steigerung. Schönes segeln zum Beispiel, viele farbige Fische beim schnorcheln, Schildkröten unter Wasser beobachten und etwas weniger Regen. Nun, wir hoffen, auch die fürchterliche Rache hat kein Ablaufdatum und sagen: Auf Wiedersehen auf der Lille Venn.

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